2006 Mallorca

Konzertreise des Sängerkreises Bonn und Umgebung e.V. vom 08.02.06 -15.02.06

Mallorcalogo

 Mandelblüte und Gesang auf Mallorca

Tagebuch von Gerd Bormuth

Für diese Reise hatten sich Mitglieder aus den Chören des Sängerkreises zu einem Projektchor zusammengefunden.

Unter der Leitung des Dirigenten Alfons Gehlen, Leiter der Chöre von Queckenberg, Vollmershoven/Heidgen und Adendorf wurde in nur acht Proben ein umfangreiches Programm mit anspruchsvoller und abwechselungsreicher Chormusik erarbeitet.

Im Laufe des 8. Februar trafen nach und nach alle Teilnehmer im Hotel Playa Marina in Illetas ein; die Meckenheimer und der Adendorfer waren beispielsweise schon um 03.00 Uhr morgens zum Flughafen Köln/Bonn abgefahren und bereits um 07.30 Uhr in Mallorca gelandet.

170 aktive Sängerinnen und Sänger, zusammen mit Ehepartnern, Chorgesangfans und nur Mallorcainfizierte, insgesamt 250 Personen. Dies war schon von der Organisation her eine echte Herausforderung. Aber, um es vorweg zu nehmen:

Es gab unter der guten Leitung des Teams von Elan Touristik, Düren, keine organisatorische Panne.

Dass auch im Übrigen, d.h. hinsichtlich des Miteinanders und des Gesangs während der gesamten Reise alles glatt lief, dafür sorgten die Kreisvorsitzende Fr. Eckhardt und der Geschäftsführer Rainer Engberding und natürlich der Chorleiter Alfons Gehlen, aber auch die Teilnehmer selbst. Chapeau!

Nachdem am Nachmittag und frühen Abend die üblichen Präliminarien, wie Willkommenstrunk, offizielle Begrüßung mit Vorstellung des Elan-Reiseteams, Einführungsgespräch und Programmvorstellung abgewickelt waren, konnten wir zum ersten Mal die Küche unseres Hotels testen: Abwechselungsreich und sehr schmackhaft und eine freundliche Bedienung; und das blieb unter dem deutschen Chefkoch G.G. Menhorn während des gesamten Aufenthalts so.

Unser erster Auftritt stand am nächsten Tag (09.02.) an. Nach einer interessanten Stadtbesichtigung Palmas am Morgen, bereiteten wir uns mit einem Ansingen auf das Begrüßungskonzert in Palmanova vor.

Im ‚Centre de Serveis de Palmanova’ traten wir zusammen mit einem Projektchor aus Pulheim auf. Dieses Konzert, wie auch die übrigen, wurde veranstaltet von den Kultur- und Tourismusbehörden der Balearen im Rahmen des Kulturprogramms „Ein Winter auf Mallorca“ und fand viel Anklang und Begeisterung.

Wir eröffneten nach der Begrüßung durch die stellvertretende Bürgermeisterin mit „Zauber der Musik“, „Come together“ und „An hellen Tagen“. Danach sangen die Pulheimer 3 kölsche Lieder: “Du bist die Stadt ...“, „Heimweh nach Kölle“ und „Unser Stammbaum“.

Gemeinsam verabschiedeten sich die beiden Chöre von ihrem Publikum mit „La balanguera“ – einem, mallorquinischen Volks- und Kinderlied – auf mallorquin und „Conquest of Paradise“. Die Besucher, in der überwiegenden Mehrzahl Touristen, dankten es uns mit herzlichem Beifall.

Unsere Truppe fuhr anschließend zum Abendessen in ein mallorquinisches Restaurant, wo wir mit Spezialitäten der mallorquinischen Küche (4 Vorspeisen – vom mallorcinischen Schinken bis zu delikaten Weinbergschnecken - als Hauptgericht Lammkeule dazu Rotwein) verwöhnt wurden. Natürlich durfte da der Gesang nicht fehlen.

Alfons Gehlen ging zu den Tischen in den verschiedenen Räume und stimmte jeweils einige Lieder an. Dem Text nach sicher nicht, dem Sinne nach aber Dankeslieder!

Wie meistens trafen wir uns anschließend in der Bar des Hotels. An diesem Abend lief Rainer mit seiner Gitarre zu Höchstform auf. Die Stimmung war hervorragend; vielleicht ein Ausdruck der Erleichterung, dass das erste Konzert so gut gelungen war.

Chortreppe

Am nächsten Morgen stand ein Spaziergang zu einem etwa 1 km entfernten Yachthafen auf dem Programm. Bei schönem Wetter und einem sehr abwechselungsreichen Weg konnte man gut „regenerieren“ und sich auf das nachmittägliche Konzert in S’Arrenal vorbereiten.

In einer imposanten Rundkirche mit eindrucksvoller Akustik sangen wir unser gesamtes für diese Reise eingeübtes „weltliches“ Konzertprogramm, angefangen beim „Ave verum“ über „Im Abendrot“, „Schifferlied“ bis zum „Halleluja“ und natürlich „La balanguera“. Wenn ich recht gezählt habe, 18 Titel! Es machte allen sehr viel Freude; und ehrlich, dafür lässt man „Ballermann“ sehr gerne links liegen.

Am Samstag, es war inzwischen der 11.02., stand ein Ganztagesausflug auf dem Programm. Unsere Reiseführerin Victoria, die uns schon in Palma begleitet hatte, eine charmante und temperamentvolle Mallorquinerin, versprach uns, das „authentische Mallorca“ zu zeigen; wie „authentisch“ das werden sollte, wussten wir zunächst nicht.

Unsere Fahrt ging von Palma aus in südöstlicher Richtung über Campos, wo wir einen typischen ländlichen Markt besuchen konnten, über eine atemberaubende Anreihung von engen und steilen Serpentinen hinauf zum ehemaligen Kloster San Salvador.

Die Aussicht von dort oben, aber auch die Anlage selbst, entschädigten für die etwas abenteuerliche Anfahrt, der ja dann noch die nicht minder gefährliche Talfahrt folgen musste. Vorbei an üppig blühenden Mandelbäumen sollte es nach Cala Figuera gehen; auf dem kürzesteten Weg und durch eine ländliche Gegend, wie Victoria sagte. Wegen der geringen Kapazitäten an Lokalplätzen in Cala Figuera wollte sie mit uns vor den anderen Bussen dort sein. Also, aber auch wegen der bereits angesprochenen „Authenzität“ fuhr der Bus über kleine Sträßchen und Wege, die zu anliegenden Anwesen und kleineren Ansiedlungen führten. Dies ging so lange gut, bis der Bus die nächste Kurve nicht mehr schaffte. Vorwärts ging’s nicht mehr, Wenden war unmöglich: Also fuhr der Busfahrer ca. 5 km auf der engen Fahrbahn rückwärts(!) – „authentischer“ geht’s nimmer.

Wir erreichten den kleinen Fischerhafen, aber nach den anderen Bussen mit dem Erfolg, dass wir zwar etwas verspätet die avisierten Lokalplätze doch noch bekamen.

Chorkatedrale

Am Sonntag (12.02.) dann der Höhepunkt:

Wir gestalteten die Messe in der Kathedrale von Palma mit. Es begrüßte uns ein spanischer Dompfarrer, zuständig für Tourismusbetreuung, der selbst ab und zu als Aushilfe ins Rheinland kommt. Unsere Lieder waren: „Lobet den Herrn der Welt“, „Das Morgenrot“, das „Heilig“ der „Deutschen Messe“, „Ave verum“ und „Die Rose“ und im Anschluss an die Messe noch „Die Himmel rühmen ..“, „Der Lindenbaum“, „Sancta Maria“ „Dankeschön und auf Wiederseh’n“ sowie „La balanguera“.

"Mit 170 Sängerinnen und Sänger ein unvergessliches Erlebnis".

Anschließend ging die Fahrt in den Nordwesten Mallorcas mit dem Besuch der Bucht von Soller und auf dem Rückweg des Ortes Valldemossa. Auch auf dieser Fahrt begleiteten uns wieder die blühenden Mandelbäume und eine sich so wohltuend von den Steinwüsten um Palma herum unterscheidende Landschaft.

Chorkirche

Am nächsten Morgen hatten wir frei; es war unser vorletzter Tag. Nachmittags sollte noch ein weiteres Konzert stattfinden und den Abend wollten wir für unseren Abschiedsabend nutzen.

Nach einem kurzen Einsingen fuhren wir am Nachmittag noch einmal nach Palmanova. Dort sollten wir mit den Pulheimern in der Kirche San Lorenzo singen. Unser Chorleiter hatte „Ave verum“, „Die Nacht“, „Schifferlied“, „Halleluja“, „Chiantilied“ und „Dankeschön und auf Wiederseh’n“ ausgesucht, die wir unter seinem Dirigat gekonnt darboten. Die Pulheimer folgten mit einem Gospel „When you are happy ….“ und ihren kölschen Liedern. Gemeinsam beschlossen wir auch dieses Konzert mit „La balanguera“ und „Conquest of Paradise“. Mit viel Beifall wurden wir verabschiedet; besonders vom Chiantilied war ein italienisches Tou-ristenehepaar sehr angetan.

Mit ein bisschen Wehmut, mit Glück und Dankbarkeit über die während der ganzen Zeit sehr gelungenen Konzerte, aber auch mit einer gehörigen Portion Erleichterung (auch bei Alfons !?) registrierten wir diesen letzten Auftritt. Entsprechend war die Stimmung und Ausgelassenheit bei unserem folgenden Abschiedsabend in der Bar unseres Hotels. Einige hatten viel Mühen und Ideen investiert, um ihre Freude über den gelungenen Aufenthalt in Mallorca aus-zudrücken und etwas davon zurückzugeben, was wir alle in diesen Tagen haben erleben dürfen.

Chorleiter

Aber ein Schmankerl bestand uns am nächsten Tag noch bevor: Der Besuch in dem früheren Landgut La Granja. Diese ehemalige Finca wird jetzt als Museum genutzt und ist zu einer Besucherattraktion geworden.

Neben vielem Historischen waren der Landwein und das Muzengebäck, aber auch die mallorquinische Hartwurst sehr gegenwärtig. Ein gelungener Abschluss einer „wunderschönen, frohen Sängerfahrt“, die allen in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

Ein dickes Lob und Dankeschön an die Organisatoren und vor allem an unseren Chorleiter.

Einige hatten sich noch für eine Verlängerungswoche entschieden, wir Anderen flogen am Mittwoch, dem 15.02., glücklich, wenn auch etwas müde nach Hause.

Ich denke, manch einer wird in seinem Chor seine Kolleginnen oder Kollegen durch seine Erzählungen etwas neidisch gemacht haben. Aber zum Trost, die nächste Projektchorreise ist schon in Planung.

Gerd Bormuth

 

 

 


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