Seminar 2008

Vorständeschulung 2008

Referat von Hermannjosef Roosen zum Thema:

„Mein Chor im Jahre 2020“

Hermannjosef Roosen ist vielfacher Chorleiter und Mitglied im Musikausschuss des Chorverbands NRW. Über die meistgestellte Frage „Warum bekommen wir keine neuen Sängerinnen und Sänger?“ hat er sich Gedanken gemacht und ein Konzept entwickelt. Durch sein Konzept, das er bei vielen Gelegenheiten vorgetragen hat, haben schon fast 2500 junge Leute zum Chorgesang gefunden.

Eine ehrliche Analyse des Ist-Zustandes ergibt:

  • Überalterte Chöre, kein Nachwuchs
  • Geringes Interesse der Öffentlichkeit
  • Ein angestaubtes Image
  • Keine Sponsoren, fehlende Mittel
  • Vereinsmeierei

Es gibt viele Erklärungsversuche, die aber zum größten Teil als Ausrede zu werten sind. Es ist nicht richtig, dass junge Leute nicht singen wollen. Es ist vielmehr an der Zeit, den Chor nicht von innen, sondern von außen zu sehen, um die Fehler zu korri-gieren, die das schlechte Image des Chors verursachen. Die Castingshows im Fern-sehen, zeigen, dass junge Leute singen wollen. Es muss also der Bedarf richtig ge-sehen und genutzt werden.

Roosen gab zahlreiche Tipps, die hier nur angedeutet werden können:

Es muss die Bereitschaft im Chor geweckt werden, sich zu verändern. Das betriff in erster Linie das Liedgut und die Präsentation.
Veraltete Vereinsstrukturen müssen gelöst werden.
Roosen empfiehlt die Umwandlung in eine gGmbH.
Es können Gruppierungen je nach musikalischen Geschmack und sängerischen Fähigkeiten gebildet werden.
Der Name des Chors ist die Visitenkarte.
Er sollte kurz und prägnant sein.
Ein Leitbild sollte die Ziele des Chors erarbeiten.
Natürlich muss auch der Chorleiter Bereitschaft zur Veränderung zeigen.
Gegen Ende des Referats entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in der die Schwierigkeiten einzelner Chöre in der Praxis dargestellt wurden.
Es wurden aber auch Beispiele aufgeführt, die in die von Roosen angedeutete Richtung weisen.

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www.roosenhermannjosef.de

 CV-Infos April 2008

Helga Eckhardt, Bernhard Engel und ich sind heute zu Gast bei center-tv-köln. Im live-Gespräch mit den Moderatorinnen Melanie und Angela Knobloch.

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Am 04.04.2008 gegen 17.40 Uhr war der Chorverband Bonn Rhein Sieg, vertreten durch  Helga Eckhardt, 1.Vorsitzende, Bernhard Engel, Kreischorleiter FDB und Dietmar Waloßek, Presserefernt, zu Gast bei dem Kölner Regionalsender.

Die Zwillinge Angela und Melanie Knobloch führten dabei in gekonnt lockerer Weise durch das Gespräch, und nahmen den weiteren Gast Toni, das Maskottchen , das Helga Eckhardt mitbrachte, in ihre Mitte. Toni, ist eine Stoffpuppe , die bei den Projekten „ Toni im  Liedergarten NRW „ die musikalische Früherziehung von Kleinkindern ab dem 18. Lebensmonat, begleitet. 

Bernhard Engel, der sich sehr um dieses Projekt verdient gemacht hat, konnte aus dem Reichtum seiner Erfahrung über dieses Mutter Kind Projekt berichten. Helga Eckhardt hob die Bedeutung, nicht nur des Chorverbandes Bonn Rhein Sieg, sondern auch des Deutschen Chorverbandes und des Chorverbandes NRW hervor.

Auch über die musikalische Kreuzfahrt in die Ägäis, die Konzertreise nach Mallorca und über die geplante Konzertreise nach Südafrika, die durch den Chorverband Bonn Rhein Sieg e.V. veranstaltet wurden und wird, berichtete Helga Eckhardt. Einige Videoaufzeichnungen aus dem Projekt „musikalische Kreuzfahrt“ wurden bei diesem Gespräch eingespielt. Dietmar Waloßek, der innerhalb von 2 Monaten, zum zweiten mal zu einem Gespräch mit den Zwillingen Angela und Melanie Knobloch eingeladen war, berichtet über die Arbeit als Pressereferent des Chorverbandes Bonn Rhein Sieg e.V.

Sicherlich hätte man noch sehr lange über die Themen des Chorverbandes Bonn Rhein Sieg e.V. sprechen können, aber die begrenzt zu Verfügung stehende Zeit war einfach zu kurz dazu. Trotzdem war es ein schönes Erlebnis, einmal live bei center tv-köln dabei zu sein.